Wissenschaft der Gartenkunst
Montag (20.6.2011): Wir treffen uns am VKK, um mit Überlegungen zum Projektinhalt und zur Präsentation zu beginnen. Dabei geht es vor allem um die Fragen:

- Warum lässt sich Gartenkunst als eine Wissenschaft bezeichnen ?
- Wie können wir Gartenkunst im Rahmen der Schule umsetzen und auch anderen zugänglich machen ?
Wir arbeiten heraus, dass beim Anlegen und Gestalten eines Gartens – so klein oder groß er auch sein mag – vor allem Kenntnisse über Pflanzen notwendig sind. Formen, Farben, Wuchshöhen, Blütezeiten sowie Standortbedingungen spielen eine Rolle, wenn Pflanzenkompositionen erstellt werden sollen. Eine weitere wichtige Rolle spielt, welche Form von Gartenanlage man sich vorstellt – Steingarten, Wassergarten, Rosengarten, Kräutergarten, Bauerngarten oder Naturgarten ? Jeder Garten hat seinen Reiz, so suchen wir im Marzahner Garten die ersten Anregungen in den Themengärten. Wir finden heraus, welche Gestaltungsmöglichkeiten in den Gärten der Welt genutzt werden. Gemeinsam erleben wir den Orientalischen, den Balinesischen, den Koreanischen und den Chinesischen Garten, auf unserem Weg liegen der neu angelegte Christliche Garten, der Märchengarten und der Wassergarten. Der Besuch weiterer Themengärten ist jedem freigestellt.
Dienstag (21.6.2011): Heute nehmen wir die Gestaltungselemente des Britzer Gartens etwas genauer unter die Lupe. Wir beginnen mit dem Rosengarten und beobachten hier neben dem Duft- und Farbspiel der Rosen den Einfluss von Buchsbaumhecken, die gerade ihren Formschnitt erhalten.
Im Karl-Förster-Staudengarten erleben wir die Wirkung von Farben: Komplementärfarben (blau-gelb) sind besonders spannungsreich und lebhaft, Dreieckfarben (orange-gelb-blau) sind zueinander passend und der Farbverlauf eines Viertelkreissegmentes (blau bis violett) wirkt besonders harmonisch.
    
Unbelebte Elemente aus Stein, Holz, Metall, Keramik oder Kunststoff ergänzen die Pflanzenwirkung oder heben sie hervor. Besondere Aufmerksamkeit erhalten bei der Gartengestaltung z.B. Mauern oder Treppen, Wege, Kunstgegenstände oder Sitzplätze.
Mittwoch (22.6.2011): Wir gehen zur Gestaltung über und besuchen Bau- und Gartenmarkt. Die Auswahl der Pflanzen erfolgt nach den verschiedensten Gesichtspunkten: Kräuter; mehr- oder einjährige Pflanzen; Blütenfarbe; Pflanzenhöhe; aufsitzende Pflanzen; Solitär- oder Staudenpflanzen und letztendlich auch nach dem Preis.
Donnerstag (23.6.2011):
 Es ist an der Zeit, unsere eigenen kleinen Gartenkunstobjekte fertig zu stellen. Dazu bepflanzen wir Balkonkästen, Pflanzschalen und Pflanzkästen, reparieren aber auch bereits auf dem Schulgelände vorhandene kleine Pflanzenoasen, die bei schönem Wetter als Ruhestätten zwischen Unterrichtsblöcken gern genutzt werden.
Das Ergebnis ist überzeugend. Alle Mitwirkenden werden mit offenen Augen im Herbst nach unseren Arbeiten schauen, aber vielleicht auch schon im Sommer auf ihrem Balkon Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum sowie Tomaten ernten und Freude an ihren Pflanzschalen haben.
  
Projektleitung: Frau Lenzner und Frau Thomas
Teilnehmer: Dominika, Kathrin, Nicole, Steffi, Oxana, Tanja, Roman, Andrej |