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Studienwoche 2012

Was meinen wir mit "Studienwoche"? In diesen fünf Tagen haben alle Kollegiaten der 12. und der 13. Klasse mit ihren Leistungskursen die Gelegenheit, sich ausschließlich mit einem Projekt in ihrem Fachgebiet zu beschäftigen. Dabei sollen sowohl ein Thema besonders vertieft als auch die speziellen Techniken des Fachs geübt werden. Viele Leistungskurse nutzen diese Phase, um ganztägige Exkursionen wahrzunehmen oder Vorträge von Fachleuten zu besuchen. Andere wiederum ziehen sich in Archive und Bibliotheken zurück, um einmal an "echten" Quellen zu arbeiten. Und damit dies auch alles gerecht ist, werden die Leistungskursschienen gewechselt, so dass jeder Kollegiat in beiden Leistungskursen an einer Studienwoche teilnehmen kann. Natürlich wird die in der Studienwoche geleistete Arbeit auch bewertet und fließt mit bis zu 30% in den allgemeinen Teil der Semesternote ein.

Die folgenden Artikel werden Ihnen verraten, was die Leistungskurse diesmal vom 4.1. bis zum 10.1.2012 gemacht haben.

 

LK Geografie

Aufgrund der alljährlich stattfindenden Studienwoche des Victor-Klemperer Kollegs, die in der Woche vom 04. Januar 2012 bis 10. Januar 2012 geplant war, informierte sich unser Geografie-Leistungskurs schon Anfang des Semesters Q1, wie wir bestmöglich und sinnvoll unsere Studienwoche gestalten und planen können. Unter Leitung von Herrn Dr. Schulte suchten wir eine Möglichkeit, wie wir den Fachbereich Geographie praxisbezogener kennenlernen können. Dabei interessierte uns vor allem, wo und wie Geographen arbeiten und welche Studiermöglichkeiten es besonders in Berlin und Umgebung gibt. Dafür bildeten wir vier Arbeitsgruppen, die unter Berücksichtigung der schon von uns in der Q1 behandelten Themenbereiche die Aufgabe hatten, Einrichtungen, wo Geographen arbeiten oder befähigt werden, ihren Beruf auf höchster Ebene auszuüben, zu kontaktieren. Unser Fachlehrer legte besonderen Wert auf selbstständige Planung und Organisation der einzelnen Studientage, sodass wir schon Erfahrungen des zukünftigen Berufsabschnitts des Studenten sammeln konnten.

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4. Januar 2012 Geographisches Institut der Humboldt Universität Berlin, Rudower Chaussee 16

Dort besuchten wir zunächst die Universitätsbibliothek, wo uns Möglichkeiten der Recherche als zukünftiger Student aufgezeigt wurden. Im Anschluss nahmen wir an einer Führung durch eine kompetente, dynamische studentische Hilfskraft teil, die uns den Gebäudekomplex des geologischen Instituts, wo wir die Studien- und die Forschungsräume kennenlernen durften, zeigte. Nach einem Vorgeschmack auf das zukünftige Mensaangebot nahm unser Leistungskurs an einer Vorlesung mit dem Thema „Raumplanung in Deutschland“ bei Herrn Prof. Nuissl teil, wo unsere angeeigneten Vorkenntnisse aus der Q1 uns einen gewissen Vorteil bei dem Verständnis des Vortrages boten.

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Wissenschaft und Leben

Auch dieses Jahr bot sich die einwöchige Möglichkeit, sich im Rahmen der Studienwoche einzig und allein dem Fach Psychologie sowohl theoretisch als auch praktisch zu nähern. In gut überlegter Vorplanung hatte jeder die Chance, nach eigener Zeitgestaltung, Methode und Mediennutzung seine Ideen einzubringen und so fand sich unser Themenschwerpunkt lange vor dem Beginn der Studienwoche: Leben.

Wir bildeten vier Gruppen, außerdem gab es auch Einzelarbeitsaufträge zu folgenden Themen: „Entwicklung im Bezug zum Erwachsenwerden“, „Das Wesen der Selbsthilfe und die Wirkung von Büchern zu dieser Thematik“, „Krise“, „Burnout“ sowie „Entwicklungsstörungen“ am besonderen Beispiel des „Autismus“.

Es wurden Beratungsstellen aufgesucht, Interviews geführt, in Bibliotheken recherchiert und in gemeinsamen Gesprächen Ergebnis für Ergebnis errungen.

Neben den frei gewählten Themen gab es auch dieses Jahr die Möglichkeit, dass Landgericht zu besuchen, um die dortigen Verhandlungen aus psychologischer Sichtweise zu betrachten.

Abschließend trafen wir uns gemeinsam beim Berliner Krisendienst. Dessen Angebot wird Berlinerinnen und Berlinern in Notsituationen zuteil. In einem eindrucksvollen Gespräch erfuhren wir vielerlei Bermerkenswertes über die Tätigkeiten der Therapeuten und Psychologen, welche 24 Stunden Einsatz zeigen.

Im Anschluss der Studienwoche präsentieren alle Teilnehmer ihre Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation, die wiederum frei gestaltet werden kann. Hierbei soll die Chance wahrgenommen werden, den Kurs einzubinden oder auch in Form einer Diskussion zu agieren.

Uns allen ist nach dieser abwechslungsreichen Studienwoche klar geworden, dass gerade die Chance, eine Woche lang einer Wissenschaft nachzugehen, sich effektiv gestaltete und wir viel Lehrreiches und Interessantes erfahren haben. Schließlich war es eine perfekte Übung zur Vorbereitung auf das Abitur und das kommende Studium.

Leonardo Ryssel, Q2 - LK Psychologie/ Frau Segert

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PRO und CONTRA – Fossile und Alternative Energieträger im Vergleich

heizkraftwerk_mitte_vattenfallChemiker des 13. Jahrgangs begaben sich in eines der modernsten Heizkraftwerke der Welt, mitten in Berlin gelegen. Im Besucherzentrum wurden wir ausführlich über die Geschichte des Kraftwerkstandortes und des Unternehmens, das Erzeugungs- und Verteilungssystem sowie die Energieumwandlungskette informiert. Nun wissen wir auch, was GUD, KWK, HKW u.a. Abkürzungen bedeuten. Der anschließende Rundgang beeindruckte auf vielfältige Weise und endete mit einem Aufenthalt auf beheizten Bänken an der Spree. Viele Fragen wurden gestellt und beantwortet, nur die nach den Gründen für die Entwicklung des Strompreises nicht.

Der zweite Tag galt den erneuerbaren Energien. Fragen und Probleme, Notwendig- und Möglichkeiten wurden analysiert, kommentiert und diskutiert.

Dabei gab es erste Anregungen für Themen, denen im weiteren Verlauf intensiver nachgegangen wurde. Um dies in einer gelungenen Präsentation nachweisen zu können, beschäftigten wir uns mit Aspekten zur Themenfindung, Vorbereitung und Realisierung einer „Schönen Präsentation“.

Und die gab es dann auch zu sehen und zu hören, zu Themenstellungen wie Wasserstoff, Algen als Treibstofflieferant, Kuhfladen und Molken-Melasse, comeback des Wankelmotors oder Sand im Tank.

 

Analyse innerstaatlicher Konflikte

Am Beispiel der vielen blutigen Konflikte im Sudan haben die Kollegiaten des Leistungskurses PW im Verlauf der Studienwoche gelernt, innerstaatliche Konflikte zu kategorisieren und zu analysieren. Zwei Experten der Organisationen „Amnesty International“ und „Ärzte ohne Grenzen“ veranschaulichten uns die vielen Probleme, die es im Sudan gibt, zeigten uns aber auch vielfältig Konfliktlösungsansätze. Das Recherchieren von Fachliteratur und das Nutzen einer modernen Bibliothek übten die Kollegiaten unter Anleitung einer Fachkraft in der Bibliothek der Humboldt-Universität.

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