Physics Masterclasses
Am 29.10.2010 nahmen die beiden Physik-Leistungskurse des Victor-Klemperer Kollegs erfolgreich an den Physics-Masterclasses teil.
Zwei Physik-Doktoranden, die ihrerseits selbst am ATLAS-Experiment des CERN arbeiten, brachten den Kollegiaten diese Welt der Teilchenphysik etwas näher.

Im ersten Teil der Präsentation wurde ein Grundlagenverständnis bezüglich der Teilchenphysik geschaffen. Begriffe wie „femto“ und Elektronenvolt „eV“ oder Quark, Hadron und Beschleuniger wurden hierbei erläutert. Anschließend gab es eine kurze geschichtliche Einführung in den Aufbau der Materie vom Kristall hin zum Quark.
Im zweiten Teil wurde den Leistungskursen die unterschiedlichen Arten von Beschleunigern, ihre Funktionsweisen, Anwendungsgebiete sowie deren Aufbau näher gebracht. Hierbei gingen die Vortragenden besonders auf den Aufbau des DESY-Beschleunigers in Hamburg und dessen Funktionsweise ein. Anschließend wurde die Aufmerksamkeit auf die Detektoren, welche auch liebevoll „Auge des Physikers“ genannt werden, gelenkt. Anhand des Aufbaus der einzelnen Abschnitte eines Detektors erläuterten die beiden Studenten die physikalischen Grundlagen und die eigentlich logischen, aber dennoch genialen Ideen, die zu dieser Art der Konstruktion führten.
Im Anschluss an die Erklärung der Entstehung der Messwerte stand die selbständige Auswertung authentischer Daten des CERN durch die Teilnehmer. Bei dem Experiment, das diese Daten produzierte, ging es darum, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer bestimmten Zerfallsart bei einer Teilchenkollision in einem Beschleuniger zu ermitteln. Dieses Schülerexperiment gab die Möglichkeit eines Einblickes in die Arbeit eines Wissenschaftlers an einem Teilchenbeschleuniger.
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Schüler beim Auswerten authentischer Daten vom CERN
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Die Doktoranden Lukas Heinrich (l.) und Carsten Kendziorra (m.) sowie Physiklehrer Victor Wolter
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Erläuterung des schematischen Aufbaus eines CERN-Detektors im Multimediaraum des VKK Berlin
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Nach der Auswertung von eintausend Kollisionen und der Errechnung der prozentualen Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Zerfallsart unter Berücksichtigung der statistischen Abweichung erfolgte der Vergleich mit theoretischen Werten. Er ergab, dass die Kollegiaten sehr gut gearbeitet hatten: Nur noch eine Abweichung von unter einem Prozent blieb. Daraus konnte man schlussfolgern, dass die Berechnungen am CERN, welche mit mehreren Tausenden solcher Messwerte ablaufen, eine Abweichung haben, die gegen Null geht und somit sehr genaue Rückschlüsse auf die Welt der Teilchenphysik zulässt.
Zum Schluss wurden dann noch einige Bilder über die Montage des LHC und Filme über die Funktionsweise gezeigt, kurz das ATLAS-Projekt am CERN näher erläutert und erklärt wie die Billionen von Daten aus dem LHC über das „Grid“ weltweit verteilt und ausgewertet werden.
Für die erfolgreiche Organisation und Durchführung der Veranstaltung bedanken wir uns ganz herzlich bei Frau Adelheid Sommer (DESY Zeuthen), bei Carsten Kendziorra (HU Berlin) und Lukas Heinrich (HU Berlin).
Nick Lobe (LK Physik 13) meint:
Meiner Meinung nach war das ein ganz und gar gelungenes Projekt, und ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass es sehr interessant und unterhaltsam war - und wir alle an diesem Tag viel dazu gelernt haben.
Erna Leonhardt (LK Physik 13):
Die Veranstaltung ... hat mir sehr gut gefallen und ich wünschte, dass auch andere Physikkurse daran teilnehmen könnten.
Katja Kurella (LK Physik 13:
Teilchenphysik und Detektoren - ein ganzer Tag Physik. Das war eine interessante Veranstaltung, bei der wir viele Einblicke in die Arbeit am CERN ... gewonnen haben. Ich freue mich auf mehr.
Alexander Sytschew (LK Physik 13):
Die Veranstaltung war sehr interessant. Ich habe viel Neues über Physik erfahren. Es war toll, was man alles machen Durfte. Solche Veranstaltungen sollte es öfter am Kolleg geben.
Christian Mix (LK Physik 13):
Ein interessantes und kompliziertes Thema von zwei Dozenten locker vermittelt.
David Baresel (LK Physik 13):
Ich fand die Gliederung und die Informationen der Vorträge sehr gelungen. Der so ermöglichte Einblick in die Teilchenphysik ist sicher hilfreich für die Entscheidungsfindung bei der Studienwahl.
Alex Risch (LK Physik 12):
Dieser Vorträg war in jeder Hinsicht ansehnlich. Leider fehlte das Grundwisssen aus dem Unterricht. Dennoch hochinteressant.
André Rohr (LK Physik 12):
Die Veranstaltung war sehr informativ ... Das Experiment war sehr interessant und lehrreich.
Lutz Diettrich (LK Physik 12):
Für eine Einführung in das Thema war die Veranstaltung sehr interessant und verständlich. Ich hätte mir mehr Unterlagen zum Mitnehmen gewünscht.
Robert Kelm (LK Physik 12):
Ich fand die Veranstaltung alles in allem interessant ... und das Catering war gut.
Anton Moshchenko (LK Physik 12):
Mir persönlich hat es Spaß gemacht. Besonders den Aufbau des Teilchenbeschleunigers fand ich sehr interessant, da ich mich zu den Technikbegeisterten zähle.
Tom Brün (LK Physik 12):
Die Vorlesung war interessant und trug zum allgemeinen Verständnis von Atomphysik bei. Weiteres Interesse an dieser Richtung wurde durch die anschauliche Präsentation geweckt.
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