Psychologie

Die Wis­sen­schaft vom Erle­ben und Verhalten 

Psy­cho­lo­gie als Unter­richts­fach wird am Vic­tor Klem­pe­rer Kol­leg schon seit vie­len Jah­ren ange­bo­ten. Das Inter­es­se an die­sem Fach wächst stän­dig. Wir bie­ten Psy­cho­lo­gie in der E‑Phase als Grund­kurs und einem zusätz­li­chen Pro­fil­kurs, in der Q‑Phase als Grund­kurs und als Leis­tungs­kurs an. Psy­cho­lo­gie kann in allen Prü­fungs­kom­po­nen­ten im Abitur ein­ge­bracht wer­den. Wir bie­ten außer­dem auch immer wie­der Work­shops an, die sich mit spe­zi­el­len The­men beschäf­ti­gen, zum Bei­spiel Prü­fungs­angst oder fami­liä­re Gewalt.

Wir machen dich mit den grund­le­gen­den The­men, Theo­rien und For­schungs­me­tho­den der Psy­cho­lo­gie bekannt und lei­ten dich auf die­ser Grund­la­ge zu wis­sen­schaft­li­chem Den­ken und Arbei­ten an.

Unse­rer Mei­nung nach soll­te Psy­cho­lo­gie einen fes­ten Bestand­teil in der All­ge­mein­bil­dung haben. Umgang mit Stress, Lern­mo­ti­va­ti­on, Ent­ste­hung von Ste­reo­ty­pen, Stra­te­gien gegen Mob­bing: das sind nur ein paar Bei­spie­le, wie psy­cho­lo­gi­sche Kennt­nis­se prak­ti­sche Anwen­dung bereits im Schul­all­tag finden.

Der Unter­richt hat nicht die Funk­ti­on einer Selbsterfahrungs- oder The­ra­pie­grup­pe, doch hilft er sich und ande­re bes­ser zu verstehen.

Ein­füh­rungs­pha­se:

1. Halb­jahr:
In der Ein­füh­rungs­pha­se beschäf­ti­gen Sie sich mit den grund­le­gen­den Auf­ga­ben und The­men der Psy­cho­lo­gie. Sie ler­nen die Unter­schie­de und Gemein­sam­kei­ten zwi­schen All­tags­psy­cho­lo­gie und wis­sen­schaft­li­cher Psy­cho­lo­gie ken­nen. Zudem erhal­ten Sie eine Ein­füh­rung in die ver­schie­de­nen wis­sen­schaft­li­chen Para­dig­men der Psy­cho­lo­gie: Tie­fen­psy­cho­lo­gie, Beha­vio­ris­mus, Kogni­ti­vis­mus, Huma­nis­mus und Biopsychologie.

2. Halb­jahr:
Der Fokus liegt auf der Sozi­al­psy­cho­lo­gie, der Kom­mu­ni­ka­ti­on und den For­schungs­me­tho­den der Psychologie.

Pro­fil­kurs (2. Halb­jahr):
Hier ver­tie­fen Sie Ihr Wis­sen in den Berei­chen Wahr­neh­mung und Gedächt­nis. Sie ler­nen den Stu­fen­pro­zess und die Theo­rie der sozia­len Wahr­neh­mung ken­nen, beschäf­ti­gen sich mit Gestalt­ge­set­zen und dem Mehr­spei­cher­mo­dell des Gedächt­nis­ses. Zudem wer­den wich­ti­ge Theo­rien von Zim­bar­do und Pia­get behandelt.

Nach der E‑Phase:
Nach Abschluss der E‑Phase haben Sie die Mög­lich­keit, zwi­schen dem Leis­tungs­kurs und dem Grund­kurs Psy­cho­lo­gie zu wäh­len. Im Leis­tungs­kurs kön­nen Sie das schrift­li­che Abitur able­gen, wäh­rend im Grund­kurs die Wahl zwi­schen einem schrift­li­chen und einem münd­li­chen Abitur besteht. Vor­aus­set­zung ist der Besuch der E‑Phase im ers­ten und/oder zwei­ten Halbjahr.

Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se:

Q1 – Para­dig­men I:

  • Tie­fen­psy­cho­lo­gie: The­men wie Deter­mi­nis­mus, Hys­te­rie­for­schung, das Instan­zen­mo­dell und die Psy­cho­ana­ly­se nach Freud wer­den behandelt.

  • Beha­vio­ris­mus: Sie ler­nen über klas­si­sche Expe­ri­men­te der Ver­hal­tens­for­schung und Kon­di­tio­nie­rungs­pro­zes­se sowie die beha­vio­ris­ti­sche Verhaltenstherapie.

 

Q2 – Para­dig­men II:

  • Kogni­ti­vis­mus: Modell­ler­nen, Attri­bu­ti­ons­theo­rien und kogni­ti­ve Dis­so­nanz sind zen­tra­le Themen.

  • Huma­nis­ti­sche Psy­cho­lo­gie: Sie beschäf­ti­gen sich mit der Bedürf­nis­py­ra­mi­de, dem Selbst­kon­zept und der kli­en­ten­zen­trier­ten Gesprächs­psy­cho­the­ra­pie nach Rogers.

  • Bio­psy­cho­lo­gie: Der evo­lu­ti­ons­ge­ne­ti­sche Ansatz, neu­ro­lo­gi­sche Betrach­tun­gen und bild­ge­ben­de Ver­fah­ren ste­hen im Mittelpunkt.

 

Q3 – Para­dig­men im Vergleich:

  • Per­sön­lich­keit: Ver­gleich von bio­psy­cho­lo­gi­schen und tie­fen­psy­cho­lo­gi­schen Model­len, Big Five-Modell und Persönlichkeitsstörungen.
  • Moti­va­ti­on: Ver­schie­de­ne Model­le und Theo­rien, wie die Selbst­be­stim­mungs­theo­rie, wer­den untersucht.

  • Aggres­si­on: Sie ana­ly­sie­ren Aggres­si­ons­for­men und Inter­ven­tio­nen gegen aggres­si­ves Verhalten.

 

Q4 – Ange­wand­te Psychologie:

  • Kli­ni­sche Psy­cho­lo­gie: Der Kurs behan­delt psy­chi­sche Stö­run­gen, deren Merk­ma­le und Ein­tei­lung, sowie The­ra­pie­an­sät­ze. Manu­als wie DSM und ICD wer­den eben­falls thematisiert.

Psychologie im Beruf

Dei­ne psy­cho­lo­gi­schen Kennt­nis­se nut­zen dir spä­ter in:

  • Päd­ago­gik & Bil­dung: Schul­psy­cho­lo­gie, Erwach­se­nen­bil­dung (z. B. Work­shops zu Prüfungsangst)
  • Gesund­heits­sek­tor: Beglei­tung in Kli­ni­ken oder Bera­tungs­stel­len (z. B. Kri­sen­in­ter­ven­ti­on bei fami­liä­rer Gewalt)
  • Unter­neh­men: Kon­flikt­ma­nage­ment, Team­buil­ding oder Marktforschung
  • Aka­de­mi­sche Lauf­bahn: For­schung zu The­men wie Gedächt­nis oder sozia­ler Kognition

Bild: Goog­le Deep­Mind von Pexels

Verantwortung

Fachverantwortliche: Frau Sormani

Unterricht, Projekte und Exkursionen

Wir orga­ni­sie­ren regel­mä­ßig Ver­an­stal­tun­gen, Pro­jek­te und Exkur­sio­nen, die die Inhal­te des Unter­richts auf­grei­fen und prak­tisch vertiefen: